Mittwoch, 19. August 2009

Keine Angst auf allen Vieren

Es war ein Freitagmorgen wie im Herbst um 17 Uhr 30 an einem Mittwoch. Wie schön dem Wetterbericht der WüWa-Wüstenwache zu entnehmen war, lag das Meer ruhig & vor allem nass in seinem Pool. Davor, in unvergesslich weißes Wüstensanduhrsteingebirge gemeißelt, das Kaurimuschelschloss auf Stelzen. Ein wahrer Punkbau unter den Wellblechhütten.

Nun, aber was hat das alles mit dieser Geschichte zu tun?

Erinnern wir uns: Kein anderer konnte Edgar sein, wo Edgar war. Edgar Hoover tauchte auf, diese schrille Person namens Praskowja dicht auf seinen Versen & schon passierte vierzehn Jahre Wohnhaft wegen kaltes Salz im Meer erstarrt, usw. usw., wir erinnern uns, nicht wahr?

Nun, eben jener Edgar Hoover rezitierte zufällig im Stelzenschloss von Kauri den König von Kalkutta mit seiner Buddha. Dieser nämlich bestätigte an seinem Hof eine Magdalena, die hieß Magdalena, & einen Stiefelknecht, der Stiefelknecht hieß. Der König von Kalkutta tat dies mit seiner Buddha auch schon eine sehr lange Weile & argwöhnte deshalb auch der argwöhnischen Blicke, die beide o.g. Figuren einander argwöhnisch blickten.

– Wie hieß der Gordonsche Knoten, den man in der Mitte durchteilt?, fragte der König von Kalkutta mit seiner Buddha, worauf man antworten muss: Gordon!

– Entlässt du den Knoten, macht das keinen Sinn. Entlässt du den Sinn, bleibt der Knoten zurück. Entlässt du die Magdalena, endet der Argwohn. Argwöhnt das Ende, du entlässt deinen Stiefelknecht? – Der König von Kalkutta nickte mit seiner Buddha & ließ nach Stiefelknecht rufen, der kurz darauf wie stets zu Diensten erschien. Der König bat um sein Gehör & dieser schenkte es ihm auch.

– Nun, sprach er zu Stiefelknecht,
du siehst so blass aus – geht’s dir schlecht?

Stiefelknecht nickte. Innerlich kochte er von Wut. Er sprang auf & davon & fiel daraufhin aus allen Wolken. Den Herbeieilenden riet er Nebenstraße gut. Blickend tauschten sie ihr Schweigen, & wie er da so fuhr, werkte ein Tag wie der andere.

– Guten Tag wie der andere, grüßte Stiefelknecht freundlich, worauf der Tag wie der andere freundlich zurückgrüßte, guter Stiefelknecht, guter, was knechtest du gern?

– Ich knechte gern Stiefel beim König von Kalkutta mit seiner Buddha, gab Stiefelknecht artig zur Antwort, worauf man ihm mit schallend lachendem Applaus behohnte. Es lachte auch: DER KÖNIG VON KALKUTTA MIT SEINER BUDDHA.

– Köstlich, nicht wahr?, fragte er die Prinzessin Nicht-die-Bohne, & was haben wir daraus gelernt?

– Baby, schrillte Praskowja zurück, Baby, du ich mag nicht, wenn du mir mit solchen Fragen drohst!

– Aber, aber, beruhigte Edgar Hoover sie & lüftete dabei seine Staublunge, wer wirft denn gleich die Kalaschnikow ins Getreide? Ich rezitiere doch bloß beim König von Kalkutta mit seiner Buddha.

– Na gut, Baby, na gut, & was geschah dann?

EIN MORD ZUM SONNTAG!

– Die Buddha ist tot, die Buddha ist tot, sammelten alle durch einander Sterbegeld & so fiel es dreizehn Sekunden lang nicht auf, dass die Frösche im Teich quakend meinten: DAS MUSS STIEFELKNECHT GEWESEN SEIN!

Der König von Kalkutta löste ohne seine Buddha eine Untersuchung aus, denn: Wer untersucht mit Unterfindet?

Man steckte Stiefelknecht in eine Zwickmühle & brachte die geständige Magdalena zum Zähneknirschen. (Mit mir ist nicht gut knirschen, essen usw. usf.)

Wer zuerst mehlt, mahlt zuerst.
Wer zuerst zählt, zahlt zuerst.
Wer zuerst zahlt, zählt zuerst.
Zuerst zählt immer alles anders.

– & was geschah dann?

– Ganz einfach: Stiefelknecht wurde zum Speichellecker degradiert, die Prinzessin Nicht-die-Bohne ließ einen Furz & diese schrille Person namens Praskowja schrillte zu Edgar Hoover: Baby, du tauch ab, wir rezitieren nicht mehr beim König von Kalkutta ohne seine Buddha.

Tja, & wenn sie erst geboren werden, werden sie auch zeugen…

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen